Praxis für Ergotherapie - Jana Sellnow
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In der Individualpsychologie nach Alfred Adler besteht die Grundannahme, dass jeder Mensch seine Umwelt völlig individuell und persönlich wahrnimmt.

Darüber hinaus lebt jeder Mensch von Geburt an als Teil einer Gemeinschaft, innerhalb derer er seinen Platz finden möchte. Seine sozialen Grundbedürfnisse nach Zugehörigkeit, Anerkennung, Mitsprache und Verantwortung müssen dabei für ihn erfüllt sein.

Diese Wahrnehmung ist leicht zu erschüttern und für Außenstehende oft nicht erkennbar.

Adler wählte das Beispiel das Ereignis der Geburt eines Geschwisterkindes, das ein erstgeborenes Kind glauben lassen kann, dass es von nun an weniger geliebt werde, da es die intensive und zeitaufwendige Zuwendung zu dem Baby beobachtet. Die Mutter weiß, dass sie beide Kinder liebt, jedoch das erstgeborene Kind ist in dieser Überzeugung erschüttert und reagiert in seinem Verhalten auf diese Irritation. Es benimmt sich plötzlich kleinkindhaft, anhänglich oder trotzig, lehnt das Baby ab. Dieses konflikthafte kindliche Verhalten ist als sein Lösungsversuch anzusehen, seine individuelle Wahrnehmung von Geliebtsein, Geborgenheit und Anerkennung in der Familie wiederzuerlangen.

In der Arbeit mit den Eltern wird in diesem Konzept transparent gemacht, auf welche Weise wir ermutigend und beziehungsstärkend auf das Verhalten eines irritierten Kindes eingehen können.

Das Konzept umfasst Strategien zur angemessenen Reaktion innerhalb des Konfliktes ebenso wie einen weitsichtigen und empathischen Umgang mit Kindern, der es möglich macht, sie zu emotional gefestigten und zufriedenen Persönlichkeiten zu erziehen.


 
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